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HALLE MESSE: Zukunft für ein ehemaliges Braunkohlenabbaugebiet


Jürgen Laubner

Im Südosten von Halle, in einer lange Zeit durch Braunkohleabbau geprägten Landschaft, entstand 2002 das erste komplett privat finanzierte Messegelände Ostdeutschlands. Damit wurde im Zusammenhang mit früheren Ansiedlungen eine neue zukunftsträchtige Entwicklung für eine in Mitteldeutschland typische Bergbaufolgelandschaft eingeleitet.

Bereits seit den 1830er Jahren wurden hier vorkommende Braunkohleföze, die eine Mächtigkeit von 10 bis 12 Metern erlangten, abgebaut.
Das Gebiet um Bruckdorf war über ein Jahrhundert Gegenstand intensiven Bergbaues. Zunächst begann die Bergbaugesellschaft „Alwiner Verein“ in acht Einzelfeldern („Alwine“, „Frischauf“, „Neubescherung“, „Johannes“, „Salina“, „Hallesche Grube“, „Ernst Friedrich“, „Hedwig“) mit dem Abbau im Tage- und Tiefbau. 1855 wurden die Gruben des „Alwiner Vereins“ mit denen „v. d. Heydt“ sowie den Gruben in Nietleben und Dölbau zum „Bruckdorf-Nietlebener Bergbauverein“ vereinigt, wobei die einzelnen Betreiber eigenständig blieben.




Quelle:
Jürgen Laubner, HALLE MESSE. Zukunft für ein ehemaliges Braunkohlenabbaugebiet, in:
Die Liebenau - Erkundungen zu einer Kulturlandschaft zwischen Halle und Leipzig. Hrsg. von Walter Müller im Auftrag des Arbeitskreises Döllnitz (AKD) e. V., Halle (Saale) 2008, S. 208 - 219.

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