27. Bundes-Rammlerschau am 2. und 3. Februar 2019 in Halle (Saale)

Der Landesverband der Kaninchenzüchter Sachsen-Anhalt e. V. richtet am 2. und 3. Februar 2019 in der HALLE MESSE die 27. Bundes-Rammlerschau aus. Zusammen mit der angeschlossenen 29. Landesverbandsschau des Landesverbandes Sachsen-Anhalt werden dort über 11.000 Kaninchen aus allen 20 Landesverbänden des Zentralverbandes Deutscher Rassekaninchenzüchter e. V. (ZDRK) ausgestellt. Der ZDRK ist der Dachverband der Rassekaninchenzüchter in Deutschland und hat derzeit über 110.000 Mitglieder. Alle zwei Jahre werden Bundes-Kaninchenschauen und Bundes-Rammlerschauen durchgeführt, die für die Mitglieder des ZDRK den Höhepunkt im Zucht- und Ausstellungsjahr bilden. Der Landesverband Sachsen-Anhalt hat sich bereits 2015 für die Ausrichtung beworben und den Zuschlag für Halle (Saale) bekommen.

Der sachsen-anhaltische Verband mit seinen 2.000 Mitgliedern darf erstmals eine solche Bundes-Rammlerschau ausrichten und präsentiert der Öffentlichkeit über 2.100 Kaninchen im Rahmen der 27. Bundes-Rammlerschau.

Halle (Saale) hat für die Rassekaninchenzüchter jedoch auch eine geschichtliche Bedeutung. Am 1. August 1921 wurde in Halle (Saale) der Deutsche Preisrichterverband für Kaninchen (DPV) gegründet, der auch zur 27. Bundes-Rammlerschau die Bewertungen der ausgestellten Kaninchen vornimmt. Jeder der 2.343 Aussteller möchte gern den Titel „Bundessieger“ oder „Klassensieger“ mit in den heimischen Kaninchenstall nehmen. In der Jugendabteilung stellen sich 247 Jugendzüchter mit 940 Kaninchen dem Wettbewerb, um den Titel „Bundesjugendsieger“. Die Bewertungen der ausgestellten Kaninchen werden von 170 Preisrichterinnen und Preisrichtern aus dem gesamten Bundesgebiet vorgenommen. Durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und durch das Landwirtschaftsministerium des Landes Sachsen-Anhalt wurden Tierzuchtplaketten zur Verfügung gestellt.

Die auf der roten Liste der bedrohten Haustierrassen stehenden Kaninchenrassen Deutsche Großsilber (86 Tiere), Meißner Widder (44 Tiere), Englische Widder (46 Tiere), Marderkaninchen (73 Tiere), Japaner (29 Tiere), Rheinische Schecken (46 Tiere), Luxkaninchen (55 Tiere) und Angora weiß Rotaugen (27 Tiere) werden in Halle (Saale) ebenfalls gezeigt. Diese aufgeführten Rassen gehören zu den Erhaltungszuchten der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. (GEH).

Die Rassekaninchenzucht ist im Wandel. Wurden noch bis in die 1970iger und 1980iger Jahre Kaninchen als „Wirtschaftsrasse“ zur Ernährung der Bevölkerung mit fettarmen Weißfleisch gezüchtet, stehen heute die Erhaltung tiergenetischer Ressourcen und die Erhaltung erbfester Rassen im Vordergrund der züchterischen Arbeit. Die züchterische Arbeit beschränkt sich heute auf eine rein ehrenamtliche Arbeit und ist zur „Förderung der Tierzucht“ in Deutschland als gemeinnützige Tätigkeit im Sinne der Abgabenordnung anerkannt. Das Meldeergebnis unterstreicht diesen Trend deutlich. Fast 7.000 Kaninchen werden in den Bereichen der mittleren, kleinen und Zwerg-Rassen ausgestellt.

Die Themen Tiergesundheit und Tierwohl sind für die organisierte Rassekaninchenzucht in Deutschland sehr wichtig. Denn nur gesunde und vitale Zuchttiere sind in der Lage, ihre Jungen aufzuziehen und damit die Genereserven zu erhalten. Durch stetige Anpassungen der Regularien und die Bestellung von Tierschutzbeauftragten wurden diese Themenfelder in den vergangenen Jahren noch stärker in den Fokus gerückt. Gleichwohl nehmen wir zunehmend die Vermenschlichung der Wirtschaftsrasse Kaninchen und die sich daraus entwickelnden Problemstellungen in der öffentlichen Diskussion wahr. Mit einer Richtlinie zur Zucht und Haltung hat der ZDRK bereits 2015 reagiert, um die Haltungsbedingungen weiter zu verbessern. Mit einem Fachkundenachweis und regelmäßigen Stallbegehungen werden diese Richtlinien durchgängig überprüft.

Im Vorfeld der 27. Bundes-Rammlerschau werden im Rahmen einer Versteigerung von Zuchttieren Spenden für einen wohltätigen Zweck gesammelt. In diesem Jahr geht der Spendenbetrag an das Kinderhospiz der Pfeifferschen Stiftung in Magdeburg. Die Scheckübergabe erfolgt im Rahmen der Eröffnung der 27. Bundes-Rammlerschau am 2. Februar 2019 um 10 Uhr im Tagungsraum 4 der HALLE MESSE.

Die Schirmherrschaft hat Prof. Dr. Claudia Dalbert, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt, übernommen. Zur Eröffnung sind Bundes- und Landtagsabgeordnete eingeladen. Ebenfalls werden die Vertreter des ZDRK-Präsidiums und der Landesverbände erwartet. Überdies haben sich Abordnungen aus den Niederlanden und Frankreich angekündigt.

Öffnungszeiten: 2. Februar, 7 bis 17 Uhr, 3. Februar, 8 bis 14 Uhr

Anmeldung: brs2019@remove-this.kaninchen-LSA.de. Für telefonische Rückfragen stehen Sebastian Bartels (Tel. 0171-5726515) und Susanne Friedrich (Tel. 0177-6847878) zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung des Landesverbandes der Kaninchenzüchter e. V.

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